Vergleiche

Hades oder Dead Cells: Welches Action-Roguelite passt zu dir?

Beginne mit Hades, wenn dich die Neugier auf seine Figuren nach einem gescheiterten Versuch zurückbringen würde. Beginne mit Dead Cells, wenn du Sprünge, Rollen und das richtige Abstandhalten in seitlich dargestellten Kämpfen üben möchtest. In beiden Spielen verändern Builds das Kampfgeschehen, und in beiden bleibt zwischen den Versuchen Fortschritt erhalten. Entscheidend ist, welche Aktionen du gern wiederholst und was dich zum nächsten Versuch motiviert. Dieser Vergleich behandelt das erste Hades und das grundlegende Spielerlebnis des Hauptspiels von Dead Cells.

Zuerst die Perspektive: Gegner umkreisen oder Plattformen überwinden?

In Hades richtest du deinen Blick von oben auf die Position im Raum, die Angriffsrichtung und den richtigen Moment zum Ausweichen. Dead Cells ist ein Action-Plattformer aus der Seitenansicht: Die Plattform des Gegners, dein Landepunkt und der Abstand zwischen euch bestimmen gemeinsam, wie du angreifst. Dass dir eine dieser räumlichen Anforderungen gefällt, garantiert nicht, dass dir auch die andere liegt.

Wir empfehlen, dir in beiden Spielen einen gewöhnlichen Kampf anzusehen. Achte nicht nur auf einen fertigen Build, der den ganzen Bildschirm leer räumt, sondern darauf, wie sich die Figur einem Gegner nähert und nach einem Treffer wieder entkommt. Wenn dich schon das Wechseln zwischen Plattformen frustriert, macht mehr Ausrüstung Dead Cells womöglich nicht passender. Wenn du Bewegung und Angriffe gern verbindest, lohnt sich ein genauerer Blick.

Beide bieten Builds: Wie passt ein Effekt zu deiner Spielweise?

Hades verbindet Waffen mit Gaben der olympischen Götter, die deine Fähigkeiten verstärken. In Dead Cells drehen sich Kampfentscheidungen um Waffen, Fertigkeiten und Mutationen. Frage bei Hades, wie eine Belohnung eine häufig genutzte Aktion verbessert. Frage bei Dead Cells, welche Position deine Ausrüstung begünstigt und wie du damit an Gegner herankommst. Das sind hilfreiche Blickwinkel für die Auswahl, keine Regeln, die nur auf jeweils eines der Spiele zutreffen.

Die Anzahl der Gegenstände allein verrät nicht, ob dir das Zusammenstellen eines Builds Spaß macht. Aussagekräftiger ist, ob dich ein starker neuer Effekt dazu reizt, deine Vorgehensweise zu ändern. Wenn dir nur eine feste Abfolge von Eingaben gefällt, können sich die Entscheidungen in beiden Spielen wie Arbeit anfühlen. Zu erklären, warum eine Wahl in einem Video hilft, sagt mehr über dein Interesse aus als das Auswendiglernen eines fertigen Builds.

Was bleibt zwischen den Versuchen erhalten?

Der Spiegel der Nacht in Hades bietet dauerhafte Verbesserungen; Beziehungen und Geschichte verbinden aufeinanderfolgende Fluchtversuche. Auch Dead Cells hat bleibende Freischaltungen, darunter Wege sowie Ausrüstung und Fähigkeiten für spätere Versuche. Hades auf das Steigern von Zahlen zu reduzieren oder Dead Cells jeglichen Fortschritt außerhalb eines Durchlaufs abzusprechen, wird keinem der beiden gerecht.

Der praktische Unterschied liegt darin, welche Rückmeldung du dir wünschst. Wer sich durch Begegnungen mit Figuren motivieren lässt, dem empfehlen wir eher Hades. Wenn schon eine andere Route oder ein neues Ausrüstungsteil Lust auf den nächsten Versuch macht, solltest du Dead Cells genauer ansehen. Mit den Standardeinstellungen gehört bei beiden ein neuer Anlauf zum Spielablauf; dauerhafte Freischaltungen bewahren nicht alles aus einem gescheiterten Durchlauf.

Bei Sorge vor dem Schwierigkeitsgrad helfen konkrete Hilfsoptionen

Laut Supergiants FAQ verringert der Göttermodus von Hades den erlittenen Schaden und verstärkt diesen Schutz nach Todesfällen bei aktiviertem Modus. Die offiziellen Hinweise zum Assist Mode von Dead Cells nennen Einstellungen für Gegnerschaden, Gegnerleben und Fallenschaden sowie die Möglichkeit, nach dem Tod am Anfang des aktuellen Bioms erneut zu beginnen. Letzteres ist besonders relevant, wenn dir Plattformpassagen gefallen, du aber ungern einen ganzen Durchlauf neu startest.

Deshalb verstehen wir die Beschreibung des standardmäßigen Ablaufs von Dead Cells ohne Checkpoints nicht als Regel für jede Einstellung. Ebenso wenig bedeutet der Göttermodus einen automatischen Sieg. Überlege, ob dich die geringe Fehlertoleranz bei Treffern, das Wiederholen des Weges oder die Steuerung selbst ausbremst, und prüfe dann die Einstellungen deiner gewünschten Version. Hilfen verändern den Druck, machen aus Echtzeitkämpfen aber kein rundenbasiertes Spiel.

Nach deinen Vorlieben auswählen

Nach deinen Vorlieben auswählen
SpielDafür lohnt es sichVor der Auswahl bedenken
HadesDu willst Action üben und dich von Figuren und Geschichte zum Weiterspielen motivieren lassenWenn du vor allem seitlich dargestellte Erkundung suchst, ist der erzählerische Vorteil vielleicht unwichtig
Dead CellsDu magst Kämpfe auf Plattformen, Routenentscheidungen und Experimente mit AusrüstungPrüfe deine Motivation, wenn dich sonst vor allem häufige Figurengespräche vorantreiben

Hades

Du willst Action üben und dich von Figuren und Geschichte zum Weiterspielen motivieren lassen

Cover von Hades

Für Hades spricht, dass dich auch jenseits der Kämpfe etwas zur Rückkehr reizt. Die offizielle Beschreibung hebt vertonte Figuren, sich entwickelnde Beziehungen und Ereignisse über mehrere Versuche hinweg hervor. Wenn dich das Gefühl eines vergeudeten Durchlaufs häufig dazu bringt, ein Roguelite aufzugeben, könnte dieser Zusammenhang wichtiger sein als ein größerer Ausrüstungskatalog.

Prüfe trotzdem die alltäglichen Aktionen, statt nur wegen der Geschichte zu kaufen: Einen großen Teil deiner Zeit verbringst du mit Bewegung, Angriffen und Ausweichmanövern. Wenn dir diese Echtzeitkämpfe nicht gefallen, gleichen Erzählung und dauerhafte Verbesserungen das womöglich nicht aus. Du kannst auch allein wegen der Kämpfe spielen; eine Geschichte, die du ohnehin ignorieren würdest, sollte dann aber nicht deine Kaufentscheidung bestimmen.

Dead Cells

Du magst Kämpfe auf Plattformen, Routenentscheidungen und Experimente mit Ausrüstung

Cover von Dead Cells

Wähle eher Dead Cells, wenn du neben den Kämpfen auch die Wege beherrschen lernen möchtest. Die offiziell beschriebenen Verzweigungen und nach und nach freigeschalteten Fähigkeiten geben dir eine wiederkehrende Frage: Wohin soll der nächste Versuch führen? Wer Action-Plattformer bereits mag, findet darin unserer Einschätzung nach einen besseren Anhaltspunkt für den Kauf als in einer allgemeinen Roguelite-Wertung.

Stell dir dabei keine unveränderte Welt vor, deren Winkel du nach und nach vollständig abarbeitest: Neue Anläufe und wechselnde Level gehören zum Kern. Falls dich vor allem das erneute Zurücklegen langer Wege stört, sieh dir den Assist Mode an. Wenn dir dagegen schon das Wiederholen der Kämpfe missfällt, lösen mehr Ausrüstung oder weitere DLCs das Problem nicht unbedingt.

Sieh dir einen normalen Kampf und den Ablauf nach einem gescheiterten Versuch an

Wähle zuerst Hades, wenn dich neben der Action die fortlaufende Verbindung zu den Figuren reizt. Wähle zuerst Dead Cells, wenn du Bewegung aus der Seitenansicht magst und Routen sowie Ausrüstung üben möchtest. Noch unentschlossen? Beobachte bei beiden einen gewöhnlichen Kampf und den Ablauf am Ende eines Durchlaufs: Was würdest du lieber selbst steuern, und nach welcher Art von Niederlage eher zurückkehren?

Diese redaktionellen Empfehlungen richten sich nach Vorlieben und versprechen weder einen bestimmten Schwierigkeitsgrad beim Durchspielen noch eine feste Spielzeit. Hades II ist nicht Teil dieses Vergleichs. Auf den Spieleseiten findest du die Begründungen unserer Bewertungen; prüfe vor dem Kauf im jeweiligen Shop Sprachen, Steuerung, Version und enthaltene Erweiterungen.

Häufige Fragen

Ist Hades auf jeden Fall leichter als Dead Cells?

Das lässt sich nicht garantieren. Positionierung aus der Vogelperspektive und Plattformpassagen sprechen unterschiedliche Gewohnheiten an; außerdem verändern Hilfseinstellungen das Erlebnis. Hades ist interessant, wenn dich die Geschichte und ein mit Todesfällen zunehmender Schadensschutz ansprechen. Sieh dir den Assist Mode von Dead Cells an, wenn du Plattformpassagen magst, aber den Neustart eines ganzen Durchlaufs fürchtest.

Gefällt mir Dead Cells automatisch, wenn ich Metroidvanias mag?

Nicht unbedingt. Dead Cells bietet verbundene Gebiete, verzweigte Wege und freischaltbare Fähigkeiten, baut den Ablauf aber auch auf Neustarts und wechselnden Leveln auf. Wenn dir vor allem das Wiederbesuchen und vollständige Erkunden einer festen Welt gefällt, prüfe zuerst, ob dich diese Struktur aus einzelnen Durchläufen anspricht.

Sollte ich beim ersten Kauf gleich alle DLCs für Dead Cells mitnehmen?

Wir empfehlen, zunächst anhand des Hauptspiels zu entscheiden, ob dir die Plattformkämpfe und wiederholten Anläufe gefallen, und Erweiterungen danach nach den gewünschten Inhalten auszuwählen. Im offiziellen Shop sind Hauptspiel und Zusatzinhalte getrennt aufgeführt. Prüfe den tatsächlichen Inhalt eines Pakets, statt bei unterschiedlich benannten Editionen dieselben Bestandteile vorauszusetzen.

Quellen und Geltungsbereich

Grundlage sind die unten genannten Quellen, geprüft an den angegebenen Tagen. Empfehlungen zur Eignung sind redaktionelle Einschätzungen, keine eigenen Spielberichte oder Schwierigkeitsmessungen. Behandelt werden die genannten Spiele, nicht ihre Fortsetzungen. Bewertungsbelege stehen auf den Spielseiten.

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